Tipps und Tricks rund ums Wohnen
Grüner Daumen – nichts leichter als das!


Kaum verschwinden die Minusgrade und die Sonnenstrahlen kämpfen sich durch die grauen Winterwolken, beginnen in Gärten und auf Balkonen eifriges Schaufeln, Buddeln und Pflanzen.

Wenn du mit deinem grünen Daumen loslegst, solltest du ein paar Sachen beachten: Balkonkästen und Blumentöpfe sind auf dem Balkon erlaubt, wenn sie ordnungsgemäß befestigt und gesichert sind. Heißt: sie müssen so befestigt sein, dass sie auch bei starkem Wind nicht runterfallen. Rankgitter dürfen auch angebracht werden - solange sie nicht in die Bausubstanz eingreifen. Das Gleiche gilt für Rankpflanzen. Ansonsten sind alle weiteren Regeln eine Frage der Rücksichtnahme auf die Nachbarn. Beim Gießen der Blumen muss der Nachbar im Stock unter euch nicht gleich duschen. Außerdem sind manche Menschen gegen Pflanzen allergisch. Am besten ihr sprecht euch mit den Mitbewohnern einfach ab.

Für jeden Pflanzentyp was dabei

Ärgerlich ist immer, wenn Schädlinge die Blumenpracht ruinieren. Greif nicht gleich zur Chemiekeule! Thymian schreckt Schnecken und Pilze ab, Lavendel hilft gegen Ameisen und Kapuzinerkresse hält Blattläuse fern. Blattläuse kannst du auch loswerden, wenn du sie mit kaltem schwarzem Tee besprühst. Bei anhaltendem Befall kannst du Schädlinge mit einem feuchten Tuch abstreifen oder befallene Triebspitzen wegschneiden.

Besonders beliebte Frage bei Wohnungsbesichtigungen: Welche Ausrichtung hat der Balkon? Für Blumen sind Ost- und Westbalkone am pflegeleichtesten. Hier ist die Mischung aus Sonne und Schatten optimal. Bei einer südlichen Himmelsausrichtung können wir dir Geranie, Petunien, Bougainvillea und Dahlien empfehlen. Sie vertragen die Mittagshitze am besten. Auf Balkonen, die nicht so viel Sonne abbekommen, solltest du eher Fuchsien, Fleißige Lieschen oder Farne ausprobieren.

Wenn du im Urlaub bist und dich nicht um deine Pflanzenwelt kümmern kannst: einfach Bewässerungskugeln oder eine umgedrehte Flasche Wasser in die Blumenerde stecken.

Gärtnern geht auch ohne Balkon

Wenn du keinen eigenen Balkon hast, nutz die Flächen in Innen- und Hinterhöfen, auf Parkplätzen oder Dächern. Urbanes Gärtnern wird immer beliebter. Vielleicht hat ja auch der Nachbar Lust mitzumachen? Einfach fragen. Das ist ein guter Anlass ins Gespräch zu kommen und macht Spaß gemeinsam mit anderen Hobbygärtnern, den Lebensraum zu verschönern, die Luftqualität zu verbessern und Räume der Begegnung zu schaffen. Nicht vergessen: den Eigentümer fragen. Er muss zustimmen.

Viel Spaß beim Buddeln!